Der Mann Ohne Eigenschaften

Author: Robert Musil
Publisher: BoD – Books on Demand
ISBN: 3958702570
Size: 38.35 MB
Format: PDF, Mobi
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Obwohl unvollendet, gilt \"Der Mann ohne Eigenschaften\" als das Magnum Opus des österreichischen Schriftstellers Robert Musil (1880-1942), das zum ersten Mal 1930-32 erschien. Musil gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jh.s. Die vorliegende Ausgabe ist das erste des auf drei Bücher aufgeteilten Romans. Die Geschichte beschreibt den intellektuellen Ulrich, der sich mit den politischen Geschehnissen seiner Zeit (1913) auf ironische Weise auseinandersetzt.

Der Mann Ohne Eigenschaften

Author: Robert Musil
Publisher: BoD – Books on Demand
ISBN: 3743162482
Size: 32.84 MB
Format: PDF, ePub, Mobi
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Über dem Atlantik befand sich ein barometrisches Minimum; es wanderte ostwärts, einem über Rußland lagernden Maximum zu, und verriet noch nicht die Neigung, diesem nördlich auszuweichen. Die Isothermen und Isotheren taten ihre Schuldigkeit. Die Lufttemperatur stand in einem ordnungsgemäßen Verhältnis zur mittleren Jahrestemperatur, zur Temperatur des kältesten wie des wärmsten Monats und zur aperiodischen monatlichen Temperaturschwankung. Der Auf- und Untergang der Sonne, des Mondes, der Lichtwechsel des Mondes, der Venus, des Saturnringes und viele andere bedeutsame Erscheinungen entsprachen ihrer Voraussage in den astronomischen Jahrbüchern. Der Wasserdampf in der Luft hatte seine höchste Spannkraft, und die Feuchtigkeit der Luft war gering. Mit einem Wort, das das Tatsächliche recht gut bezeichnet, wenn es auch etwas altmodisch ist: Es war ein schöner Augusttag des Jahres 1913. Autos schossen aus schmalen, tiefen Straßen in die Seichtigkeit heller Plätze. Fußgängerdunkelheit bildete wolkige Schnüre. Wo kräftigere Striche der Geschwindigkeit quer durch ihre lockere Eile fuhren, verdickten sie sich, rieselten nachher rascher und hatten nach wenigen Schwingungen wieder ihren gleichmäßigen Puls. Hunderte Töne waren zu einem drahtigen Geräusch ineinander verwunden, aus dem einzelne Spitzen vorstanden, längs dessen schneidige Kanten liefen und sich wieder einebneten, von dem klare Töne absplitterten und verflogen. An diesem Geräusch, ohne daß sich seine Besonderheit beschreiben ließe, würde ein Mensch nach jahrelanger Abwesenheit mit geschlossenen Augen erkannt haben, daß er sich in der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien befinde. Städte lassen sich an ihrem Gang erkennen wie Menschen. Die Augen öffnend, würde er das gleiche an der Art bemerken, wie die Bewegung in den Straßen schwingt, bei weitem früher als er es durch irgendeine bezeichnende Einzelheit herausfände. Und wenn er sich, das zu können, nur einbilden sollte, schadet es auch nichts. Die Überschätzung der Frage, wo man sich befinde, stammt aus der Hordenzeit, wo man sich die Futterplätze merken mußte. Es wäre wichtig, zu wissen, warum man sich bei einer roten Nase ganz ungenau damit begnügt, sie sei rot, und nie danach fragt, welches besondere Rot sie habe, obgleich sich das durch die Wellenlänge auf Mikromillimeter genau ausdrücken ließe; wogegen man bei etwas so viel Verwickelterem, wie es eine Stadt ist, in der man sich aufhält, immer durchaus genau wissen möchte, welche besondere Stadt das ...

Gesamtausgabe

Author: Robert Musil
Publisher:
ISBN: 9783990272008
Size: 50.13 MB
Format: PDF
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Der Mann Ohne Eigenschaften

Author: Robert Musil
Publisher: eClassica
ISBN: 3955163857
Size: 23.26 MB
Format: PDF, Kindle
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Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften Vollständiger Musil-Text (Teil 1 bis Teil 3, letzterer fragmentarisch) Plus Anhang mit nachgelassenen Dokumenten • Entspricht rund 1500 Buchseiten • Voll verlinkt, und mit detailliertem Inhaltsverzeichnis • Mit einem aktuellen, kommentierenden Vorwort (Jan/2013) Die Literatur braucht, um sich selbst zu feiern, Gestalten, die über allem stehen. Autoren, die nicht richtig verstanden, die vielleicht nicht einmal gelesen werden, denen aber dennoch die höchste Wertschätzung gilt – auf Grund ihrer enormen Lebensleistung. Autoren wie etwa Marcel Proust oder James Joyce. – Robert Musil wusste schon in jungen Jahren, dass er einer jener Großschriftsteller sein würde. Und der Preis, den er dafür zahlte, war in seinen Augen angemessen: Einsamkeit, Unverstandenwerden, temporäres Vergessen-Sein, Armut, literarisches Exilantentum. 1942 starb Robert Musil, 61jährig, in seinem Schweizer Exil an einem Gehirnschlag. Er wähnte sich bei guter Gesundheit und meinte, wohl noch zwanzig weitere Jahre an seinem Großroman arbeiten zu können. – Worum aber dreht sich nun »Der Mann ohne Eigenschaften«, dieses sagenumwobene Mammutwerk? Es ist ein monumentales Zeugnis literarischer Selbstreflexion – die sich jedoch nicht im Privaten verliert, sondern durch die präzise Positionierung des Protagonisten Ulrich ein Schlaglicht auf die Verhältnisse seiner Zeit wirft. – Bei diesem Unterfangen, den »Sinn« aus der Melange von Gefühl und Intellekt herauszufiltern, wie Musil sagen würde, sind Ulrichs Mitstreiter in dem Buch behilflich – Gestalten so schillernd, vielfältig und skurril, dass sie auch Bob Dylans Desolation Row hätten entspringen können. Ungewiss und unsicher zwischen all dem Verwirrenden um ihn herum, bleibt die Hauptfigur Ulrich, der »Mann ohne Eigenschaften«. Mitte der 50er Jahre hob die Literaturszene Musil in den Olymp, in den er schon immer wusste, hinzugehören. Und man konnte Pressestimmen lesen wie diese: » ... Eines der bedeutendsten Ereignisse der deutschen und nicht nur der deutschen Literatur ... die epische Enzyklopädie unseres Jahrhunderts ... Man darf prophezeien, dass ›Der Mann ohne Eigenschaften‹ ein Werk von Dauer sein wird« (Frankfurter Allgemeine). ------- Dieses eBook enthält alle von Robert Musil zu Lebzeiten bearbeiteten und veröffentlichten oder für den Druck vorbereiteten Kapitel. Es enthält nicht die vom Herausgeber Adolf Frisé für die 1952er Ausgabe relativ frei ergänzten und interpolierten Kapitel. Zum einen aus Gründen der Werktreue, zum anderen aus Urheberrechtsgründen.

Musils M Rder

Author: Jürgen Kaizik
Publisher: Braumüller Verlag
ISBN: 3992001717
Size: 17.61 MB
Format: PDF, ePub, Mobi
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Ein Mensch erhebt Anklage gegen seinen Schöpfer. Beide sind etwa gleich alt. Der eine ist Mörder, der andere Dichter. Der eine wird nach mehr als 20 Jahren aus dem Zuchthaus entlassen, der andere ist auf der Flucht. Er flieht vor der Gewalt, deren Ursprünge er in seinem großen Roman "Der Mann ohne Eigenschaften" so hellsichtig wie vergeblich beschrieben hat. Eine Jagd beginnt, in der sich Wirklichkeit und Literatur auf unerhörte Weise ineinander spiegeln.